
Friederike Henschel
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Zwischenmenschliches
Am Anfang der Zeit, als wir getrennt wurden, so sagt man, erhielt ein Teil den Auftrag, das Wissen zu erhalten: der Mann. Er hat die Landwirtschaft, die Natur & die Bewegung der Sterne am Himmel verstanden. Das Wissen war immer die Macht, die das Universum an seinem Platz & die Planeten auf ihrer Umlaufbahn gehalten hat. Das war sein glorreicher Beitrag: das Wissen zu erhalten. Und damit hat er dazu beigetragen, dass die Spezies Mensch überlebte. Den Frauen wurde etwas viel Subtileres, Zarteres an die Hand gegeben, ohne welches alles Wissen keinen Sinn ergibt: die Verwandlungsfähigkeit. Die Männer pflügen den Boden, wir säen, & aus dem Boden sprießen Bäume & Pflanzen. Der Boden braucht das Saatkorn, & das Saatkorn braucht den Boden. Sie haben beide nur zusammen mit dem anderen einen Sinn. Das Gleiche geschieht mit den Menschen. Wenn das männliche Wissen sich mit der weiblichen Energie der Veränderung vereint, wird eine große magische Verbindung geschaffen, die den Namen Weisheit trägt. Weisheit bedeutet wissen & verwandeln.
Im Frühjahr 2008 wurde in der Zeitschrift S. 37 Folgendes veröffentlicht:
"Einige, wie Ken Wilber, merken an, dass Männer natürlicherweise mehr mit Eros verbunden sind, den er als kreativen Impuls betrachtet, und dass Frauen mehr mit Agape, dem Mitgefühl, verbunden sind. Andere unterscheiden Sein und Handeln als weiblich bzw. männlich. Jung glaubte offensichtlich, dass das Weibliche mit Eros und das Männliche mit Logos verbunden wäre, was grob umrissen, mit Gefühlen und Intellekt korrespondiert. Jungs herausragender Schüler Erich Neumann argumentierte, dass das Männliche fokussiertes Bewusstsein, das Weibliche diffuse Bewusstheit sei. Generell, so scheint es, wird das Männliche mit Unabhängigkeit, Selbstbehauptung und klar ausgerichtetem Fokus und das Weibliche mit Empfänglichkeit, Zurückhaltung und einer alles umfassenden Tiefe des Seins verbunden. Beides wird mit den reproduktiven Rollen verbunden, die Männer und Frauen von alters her gespielt haben. Sie sind psychologischer Ausdruck unseres Körpers: Männer oben und außen, Frauen unten und innen."
Diese beiden Anteile, wie in der Chinesischen Weisheitslehre als "Yin und Yang" bekannt, gilt es sowohl im Mikrokosmos; also in uns, als auch im Makrokosmos; im Außen z.B. als Partnerschaft zu vereinen und leben.
Wir in den Industrieländern gehören zu den ersten Generationen, die nicht wie unsere Ahnen unmittelbar unter Kriege, Armut, Hungersnot usw. zu kämpfen haben. Daraus ergibt sich für uns der Vorteil, dass wir in Beziehungen nicht mehr so abhängig vom Partner sind wie einst; wir müssen nicht mehr ums Überleben kämpfen und weitestgehend nicht mehr zusammen das Feld bestellen und es ist auch längst keine Schande mehr ein uneheliches Kind zu bekommen.... Wir können uns nun viel mehr auf unsere zwischenmenschliche Dynamik besinnen und der Druck, eine Beziehung aushalten zu müssen der Konventionen wegen oder des Geldes wegen ist viel kleiner geworden im Vergleich zu damals. Der Bedarf, aufrichtige Liebe auf allen Ebenen zu leben, Harmonie, Frieden, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit in einer Beziehung zu integrieren, wächst unter uns Menschen mehr und mehr. Uns steht ein Zeitalter neuartiger zwischenmenschlicher Beziehungen auf unserem Planeten bevor.
Wie all unsere Gedanken ist auch jede Emotion Energie, die sich in Zeit und Raum bewegt und andere Menschen beeinflusst. Je positiver unsere Gedanken & je erfüllter wir selbst sind, desto harmonischer sind auch unsere zwischenmenschliche Beziehungen. Alle Beziehungen zwischen den Menschen & der Welt laufen über die fünf Sinne. In die spirituelle Welt einzutauchen bedeutet, unbekannte Sinne zu entdecken- und der Weg dorthin führt über die Sexualität. Gleichgültig, ob man in der Kraft der Sexualität Erkenntnis der Lust sucht- sie wird immer eine umfassende Erfahrung sein. Denn sie ist eine Aktivität des Menschen, bei der alle seine fünf Sinne beteiligt sind - sein sollten. Alle Kanäle, die uns mit dem Partner verbinden, sind dann durchlässig. Im Augenblick des Orgasmus verschwinden die fünf Sinne und man tritt ein in die Welt der Magie. Man kann nicht mehr sehen, hören, schmecken, fühlen, riechen. In diesen langen Sekunden verschwindet alles und die Ekstase tritt an die Stelle der Sinne. Eine absolute Ekstase wie diejenige, die die Mystiker nach Jahren des Verzichts & der Disziplin erreichen. Der Orgasmus ist ein annäherndes Gefühl davon, wie es sich anfühlt, wenn man erleuchtet ist- so sagt man. Die fünf Sinne treiben den Menschen zur Ekstase. Je stärker sie stimuliert werden, umso größer ist der Antrieb. Und umso größer die Ekstase. Ich biete Tantraseminare und Tantrameditationsabende an, um Ihnen einen weiteren Weg der Erkenntnis und Selbstheilung zu eröffnen. Hierbei können vor allem tiefgehende sexuelle Blockaden transformiert und die bedingungslose Liebe erfahren werden.
GIB, WENN DU LIEBE HAST.

